Kleinwechsungen

Die Kirche in Kleinwechsungen in ihrer jetzigen äußeren Form wurde im Jahre 1724 neu gebaut. Sie ist eine schlichte Saalkirche mit gerundeter Decke und Fenstern, die „im Stichbogen gedeckt“ sind. Die Existenz einer Vorgängerkirche ist durch das Gussdatum ihrer Glocken belegt. Warum eine neue Kirche gebaut werden musste, ist aus den Chroniken nicht zu erfahren. Der Neubau der Kirche ging sehr schleppend vonstatten, so dass der Bau erst 1745 fertig gestellt wurde.

Eine bittere Beschwerde von dem damaligen Pastor über diese Zustände wurde 1965 bei der Renovierung der Kirche gefunden. Die Schlichtheit des Inneren der Kirche wird in einem Buch über Baudenkmäler mit „alles ohne sonderliches Interesse“ beschrieben. Bis 1965 hatte die Kirche einen Kanzelaltar und eine Empore an den jeweiligen Längsseiten. Eine noch heute spielbare Orgel stammt aus der Werkstatt der Bleicheröder Firma Knauf. Der Turm befindet sich im Westen und hatte ehemals drei Glocken. Heute existieren nur noch zwei Glocken, die aus den Jahren 1932 und 1966 stammen. Eine Turmuhr wurde 1912 eingebaut. Davon sind heute nur noch Reste im Inneren vorhanden. Eine Renovierung des Inneren fand 1935 statt. „Beim Bombenangriff 1945 wurde die Nordseite der Kirche stark beschädigt. Drei Anker mussten in die Decke eingezogen werden, um die bauliche Substanz der Kirche zu sichern. Auch der Dachstuhl wurde erheblich beschädigt. Mit dem Holz der Seitenstühle wurde der Himmel dicht gemacht.

1956 wurde der Vorraum unter dem Turm zu einer Winterkirche ausgebaut und wird heute noch als solche genutzt. 1965 wurde die Kirche im Inneren renoviert und umgestaltet. Der Kanzelaltar wurde entfernt und die Empore gekürzt. Der Altarbereich wurde durch die Greizer Bildhauerin EIIy-Viola Nahmacher völlig umgestaltet. Ein überdimensionales Holzkreuz mit stilisierten Nägeln ist nun bestimmend für den Altarraum. An seinen Seiten wird es flankiert von je einer Batikarbeit. Ein neuer Altar aus hellem Holz steht davor. 1974 mussten Schäden am Turm ausgebessert werden. 1994 waren zu seiner Erhaltung wiederum Bauarbeiten notwendig geworden. 1992 wurde der Fußboden erneuert, isoliert und neu gefließt. Vom September bis Oktober 2005 haben engagierte Gemeindeglieder mit Familie Bönisch, Alert und Brodhuhn die Kirche wiederum renoviert. Die Wände wurden geweißt, der Altar und das Pult abgeschliffen und neu versiegelt und der Fußbodenbelag entfernt. Jetzt macht das Innere einen noch freundlicheren, helleren und größeren Eindruck. Am Ende wurden die Bänke umgestellt und der Kirchboden gesäubert.

Ein ganz herzliches Dankeschön allen genannten & ungenannten Helfern..

 

Quelle: Gemeindeblättchen der ev. Gemeinden Günzerode, Hochstedt, Klein- und Großwerther, Kleinwechsungen, Hesserode und Hörningen

Nr.47     8.Jahrgang Oktober/November 2005

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Hesserode, den 11. September 2017

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