Hesserode

Die Gemeinde Hesserode sieht 2006 einem besonderen Jahr entgegen. Es wird ein Festjahr werden, denn auf den 11.11.1231 geht die erste urkundliche Erwähnung des Ortes zurück. In besagter Urkunde wird auch die Kirche mit ihren Namen St. Vitii erwähnt. Wie der Vorgängerhau der heutigen Kirche ausgesehen haben mag, ist nicht bekannt. Die heutige Kirche ist ein einfacher Saalbau. Der Turm steht wie üblich im Westen. Seine heutige Haube erhielt er nach dem Abriss der baufälligen sogenannten schwedischen - oder Zwiebelhaube im Jahr 1958. Damit verschwand auch die Uhr, deren Uhrwerk noch vorhanden ist. Im Turm hängen heute zwei Glocken. Die größere wurde von der Familie Nebelung aus Hesserode 1964 gestiftet. Der Ursprung der kleineren Glocke ist nicht bekannt. Beide Glocken tragen eine Inschrift und ersetzen die drei während der Weltkriege  eingeschmolzenen Vorgängerglocken. Noch heute werden die Glocken per Hand geläutet.  Zur Sicherung des Turmes wurden im Jahr 2003 bauliche Maßnahmen vorgenommen. Die heutige Kirche wurde 1736 neu erbaut, nachdem der Vorgängerbau 1733 durch einen Blitzschlag völlig abbrannte.  Die innere Gestalt der Kirche ist einfach aber durch die helle Ausmalung und die niedrigen Bänke freundlich und einladend. Der Kanzelaltar bestimmt den Altarraum. Er ist aus Holz gefertigt und durch gedrehte Säulen und Schnitzereien verziert.

In seiner Spitze ist eine stilisierte Taube als Zeichen des Heiligen Geistes dargestellt. An der linken und rechten Seite des Altares schließt sich ein Gestühl an, welches durch Holzgitter vorn übrigen Raum abgegrenzt ist Gegenüber dem Altar befindet sich die Orgelempore, auf der noch der Prospekt der Orgel zu sehen ist. Das Instrument selbst ist seit dem Ende des Krieges nicht mehr spielbar. Es fehlen Orgelpfeifen, und die Schäden sind so groß, dass eine Restaurierung zu große Kosten verursachen würde. Im Gottesdienst wird auf einem elektronischen Instrument gespielt.  Die Kirche bietet für ca. 150 Besucher Sitzplätze, davon entfallen ca. 40 auf die Empore. Die letzte umfassende Restaurierung und Renovierung der Kirche erfolgte 1989 mit großzügiger Hilfe der Familien Lang/Ruegg aus Winterthur/Schweiz und von Spenden der Partnergemeinde Steffenberg bzw. Obereisenhausen sowie der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Winterthur-Seen. Eine kleine Tafel in der Kirche erinnert daran. Die Kirche ist beheizbar und dient im Winter auch als Konzertraum für Chorkonzerte. In einer Chronik im Pfarrhaus Hesserode wurden verschiedene Ereignisse aus dem Gemeindeleben der letzten Jahrhunderte aufgeschrieben. Es ist sehr interessant zu erfahren. welche Dinge die Menschen der damaligen Zeiten für berichtenswert hielten. Einiges davon wird im Festjahr sicher zu hören sein.

 

Quelle: Gemeindeblättchen der ev. Gemeinden Günzerode, Hochstedt, Klein- und Großwerther, Kleinwechsungen, Hesserode und Hörningen

Nr.48  Dezember 2005/Januar 2006

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Hesserode, den 01. August 2016

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